Integrale Climasysteme

Ärztehaus in Düsseldorf

Ein 6-geschössiges Bürogebäude in der Düsseldorfer City aus den 70iger Jahren wird im Rahmen einer Revitalisierungsmaßnahme derzeit vollständig entkernt. Nach nur sechs Monaten Bauzeit soll hier ab Ende des Jahres ein modernes Ärztehaus seine Pforten öffnen.

Auf allen Ebenen werden zukünftig Kühl- und Heizdeckensysteme der Integrale Climasysteme GmbH auf rund 1.200 m² Bürofläche für behagliche Raumtemperaturen sorgen. Auf Grund der niedrigen Geschosstrenndecken kommt unser climaMINERAL® als thermisch aktives Deckensystem zum Einsatz. Dabei handelt es sich um eine Putzkühldecke mit eingebettetem Kunststoff-Kapillarohrsystem, welches sich durch einen extrem niedrigen Aufbau (15 mm) bei gleichzeitiger hoher Heiz- und Kühlleistungsfähigkeit auszeichnet.

Das Heiz- und Kühldeckensystem wird Sommers wie Winters die Temperierung der Räumlichkeiten übernehmen. Dabei sind fassadenseitig getrennte Betriebsarten während der Übergangszeiten möglich: während  an der Südfassade bereits Kühlbedarf besteht, kann auf der Nordseite noch geheizt werden. So sichern moderne Einzelraumregler, eingebunden in ein durchdachtes Gesamtregelungskonzept, die individuelle Nutzung unterschiedlichster Aufenthaltsbereiche.

Auf Grund der großflächigen Aktivierung der Decken können Systemtemperaturen gewählt werden, die nahe am Umwelttemperaturniveau liegen. Im Kühlfall werden lediglich 16°C Kaltwasser benötigt, um eine ausreichende Kühlung zu erzielen. Im Heizfall muss maximal 32°C warmes Heizwasser zur Verfügung stehen. Diese günstigen Voraussetzungen ließen den Bauherrn über den Einsatz regenerativer Energien nachdenken. Denn die Minimierung der Betriebs- und Nebenkosten bei gleichzeitiger Gewährleistung eines hohen Komforts stand im Mittelpunkt der Entwicklung einer Anlagenstrategie.

Die Nähe zum Rhein verhalf bei der Entwicklung des Kühlkonzeptes einer interessanten Idee auf das Siegertreppchen: Für die Kühlung des Gebäudes soll das permanent vorhandene Uferfiltrat genutzt werden, welches ganzjährig Temperaturen von ca. 14°C besitzt. Hierfür ist eine Saug- und Schluckbrunnenanlage vorgesehen. Optional kann diese Anlage zu einem späteren Zeitpunkt zur Wärmepumpenanlage umgerüstet werden, um das Brunnenwasser auch während der Heizperiode zu verwenden.

Vorerst erfolgt die Wärmeerzeugung mittels einer Bestands-Brennwertkesselanlage. Bis diese außer Betrieb gesetzt wird, kann der energieeffiziente Brennwerteffekt für die Trinkwassererwärmung aufgrund des dezentralen Regelsystems voll genutzt werden – und das bei gleichzeitig niedrigen Investitionskosten!